Elektrofahrräder

Man unterscheidet zwischen den auf 25 km/h abgeregelten Pedelecs und den bis zu 45 km/h unterstützenden eBikes. Der Radfahrer muß bei beiden Systemen aktiv treten, sonst bleibt das Rad stehen. Die Pedalkraft wird gemäß einstellbarem Unterstützungsgrad potenziert.

Die Betankung der Elektrofahrräder erfolgt mit Niederspannung (36 V) und auf einphasigem Wechselstrom. Im Vergleich zu Tanksäulen für Elektroautos sind Ladesysteme für elektrische Zweiräder (Pedelecs, eRoller) geradezu spartanisch einfach ausgestaltet. Es gibt leider noch kein genormtes Ladekabel wie bei den Elektroautos durch den Typ 2 Stecker.

Zur universellen Betankung von Elektrofahrrädern ist das Bike Energy System sehr zu empfehlen (www.bike-energy.com)

Historische Entwicklung

Die ersten Autos wurden mit elektrischer Energie angetrieben. So waren über die Hälfte der Autos in New York Anfang des 19. Jahrhunderts elektrisch angetrieben. Erst das Zeitalter des billigen Öls verdrängte diese Fahrzeuge, bis die Einhaltung der Klimaziele auch diese Elektrofahrzeuge wieder populär machte. Im Bahnbetrieb oder Bergbau unter Tage finden sich mittlerweile nur noch elektrisch betriebene Fahrzeuge. Auch auf Flughäfen (Gepäcktransporter) oder in vielen Unternehmen (Gabelstapler) ist diese Fahrzeugtechnik wegen ihrer sehr geringen Wartungskosten weit verbreitet.

Bleibatterien wurden durch die Lithium-Ionen-Technik abgelöst. Da die Kraftentfaltung sofort zur Verfügung steht, und nicht erst ab einem gewissen Drehzahlbereich, werden die Anwendungsgebiete immer breiter (Akku-Bohrmaschinen, elektr. Rollstühle etc.).

Hybrid-Fahrzeuge

Im wesentlichen ist zwischen Vollhybrid- und Plug-In-Hybrid-Fahrzeugen zu unterscheiden. Bei Vollhybriden wird die Bremsenergie in die Batterie zurückgespeist. So kann im Stadtverkehr sehr effizient gefahren werden. Bei Plug-In-Hybriden ist eine zusätzliche Betankung durch eine externe Ladestation möglich. Diese Fahrzeuge nutzen die elektrische Leistung für einen eingeschränkten rein elektrischen Fahrbetrieb oder eine unterstützende Boost-Funktion für Spurtfahrten. Nur rein elektrische Fahrzeuge und Plug-In-Hybride sind beim geldwerten Vorteil für Firmenwagen steuerlich begünstigt.

Ladekabel

Seit mehr als einem Jahr hat sich der sog. Typ 2-Stecker bei der Betankung von Elektroautos als Norm etabliert. Dieser intelligente Stecker kommuniziert mit dem Fahrzeug und verriegelt das Ladekabel unter Last auf beiden Seiten. Ein unberechtigtes Abziehen an der Ladesäule oder dem Auto ist nicht möglich. Zur Adaption von Schuko-Steckern oder Typ 1-Steckern auf die marktübliche Typ 2- Steckdose an Ladesäulen empfehlen wir das Adaptersortiment von PlugConnect (www.PlugConnect.de).

Ladezeiten

Die Zeit zum Auftanken eines Elektroautos ist bestimmt durch die Stromstärke der Ladesäule sowie die Aufnahmekapazität des Elektrofahrzeugs. Man unterscheidet zwischen dem gebräuchlichen Wechselstrom (AC) und Gleichstrom (DC).

Die klassische Haushaltssteckdose (Schuko 230 V, 16A) ist zur Betankung aller zwei- und vierrädrigen Elektrofahrzeuge geeignet. Es dauert nur lange. Da eine Schuko-Steckdose nicht für den Dauerbetrieb ausgelegt ist, wird einphasig nur mit 12 A gedrosselt getankt. Ein Tankvorgang dauert zwischen 6 – 8 Stunden oder sogar deutlich länger bei einem Sportwagen (z.B. Tesla Model S).

Zum schnellen Betanken mit dreiphasigem Wechselstrom (Drehstrom 400 V) hat sich europaweit der sog. Typ 2-Stecker etabliert. Bei Fahrzeugen aus Nordamerika und Asien ist es der sog. Typ 1 Stecker.

Je nach Zuleitung und Absicherung bieten Stromladepunkte die Typ 2-Betankung mit 16 A (11 kW) oder 32 A (22 kW) an. Die Ladezeit sinkt hiermit deutlich auf ca. 1,5 – 2 Stunden.
Darüber hinaus gibt es zwei Systeme, die eine Betankung mit Gleichstrom (500 V, 120 A) anbieten. Es handelt sich um das japanische Chademo und das europäische Combined Charging (Combo 2). In England und China wird das Combined Charging Ladeprotokoll mit etwas anderen Steckern ebenfalls angeboten. Beide Verfahren betanken ein Elektroauto innerhalb von 30 – 45 Minuten auf ca. 80 Prozent Batterieladung.

Durch die hohen Ladeströme sind die Ladekabel von Gleichstrom-Ladesäulen fest mit der Tanksäule verbunden. Für den Nutzer bietet sich das vertraute Bild vom Benzinkabel an herkömmlichen Tankstellen.

Navigation zu Stromladesäulen

Momentan sind die Reichweiten der Elektrofahrzeuge gerade bei extrem hohen oder niedrigen Temperaturen eingeschränkt. Dies liegt u.a. auch an der Zuschaltung weiterer Verbrauchsquellen (Heizung, Lüftung, Radio).

Besonders wichtig ist es eine sog. Tiefentladung bei niedrigen Temperaturen zu vermeiden. Eine Batterie ist ein chemischer Speicher. Die Entladungsreaktionen in der Batterie verändern sich mit der Umgebungstemperatur und es kann bei leerem Akku und tiefen Temperaturen zu einer Auskristallisation der chemischen Substanzen und damit einer irreversiblen Zerstörung der Batterie kommen.

Um die Batterie auf einem gewissen Ladelevel zu halten und gleichzeitig den elektromobilen Spaß zu Fahrten in unbekannte Regionen zu erhalten, ist es wichtig, zu wissen, wo die nächste Ladestation ist.

Die sehr empfehlenswerte PlugFinder-Datenbank (www.PlugFinder.de) zeigt bebildert sämtliche öffentlichen Ladepunkte in Europa. In der jeweiligen App-Version für Smartphones sind Öffnungszeiten, Autorisierung, Stecker etc. als Detailinformationen enthalten.
Die App ist für Ladefoxx-Säulen kostenlos. Gegen eine einmalige Freemium-Gebühr erfolgt ein Upgrade auf die PlugFinder-Vollversion mit Anbieter übergreifender Ladesäulen-Suchfunktion.

Die PlugFinder App gibt es für Apple Geräte (Apple Store/iTunes), das Nokia Windows System (Microsoft Store), für das Android-Betriebssystem (GooglePlay) und zukünftig auch für Blackberry-Geräte.

Regenerative Energien

Elektrofahrzeuge können regional emissionsfrei betrieben werden. Speziell bei Nutzung von Energie aus Photovoltaik oder Blockheizkraftwerken (BHKW) bietet sich der Kauf von Elektrofahrzeugen in besonderer Weise an, da hier nachhaltig umweltbewußt gefahren werden kann. Auch gibt es Forschungsprojekte, die sich mit der Speicherung von regenerativ erzeugtem Strom bei Überkapazitäten in Elektroautos beschäftigen.

Steuerliche Förderung

In Deutschland gibt es keine Kaufprämie für Elektrofahrzeuge. Gleichwohl entfällt die Kfz- Steuer für zehn Jahre und es gibt zahlreiche nicht tarifäre Begünstigungen (reservierte Park-Ladezonen, Umweltzonen, Entfall City-Maut). In Diskussion sind ebenfalls die Erlaubnis zur Nutzung der Busspur für Elektrofahrzeuge sowie der Entfall von Parkgebühren.
Da Elektrofahrzeuge durch die Batterietechnik momentan teurer sind als Verbrenner wird die Dienstwagenbesteuerung um diesen Wert vermindert. Grundsätzlich ist 1 Prozent vom Bruttolistenpreis eines Neuwagen (abzüglich Navigation) monatlich durch den Nutzer selbst zu versteuern. Es wird seinem zu versteuernden Einkommen zugerechnet und dann entsprechend seinem Progressionstarif mit versteuert.

Um die Elektromobilität zu fördern, gleicht der Fiskus diesen steuerlichen Nachteil für reine Elektroautos, Plug-In-Hybride und Pedelecs aus. Für Fahrzeuge, die bis zum 31. Dezember 2013 angeschafft wurden, verringert sich der zu versteuernde Bruttolistenpreis um 500 Euro pro Kilowattstunde der Batteriekapazität – maximal jedoch um 10.000 Euro.
Für später angeschaffte Fahrzeuge sinken die Beträge um jährlich 50 Euro bzw. 500 Euro. Im Jahr 2014 beträgt die Minderung des Listenpreises nur noch 450 Euro pro kWh, maximal 9.500 Euro. Ab 2023 entfällt diese Förderung ganz.