Alles in allem

Es ist sicherlich richtig, dass nach Wahl des Ansprechpartners die Antwort auf „was ist seamless computing“ anders ausfällt. Gibt es überhaupt einen ganzheitlichen Ansatz – und ist das Konzept dahinter unweigerlich für jedes Unternehmen geeignet? Dem widmet sich aktuell eine Blogparade zum Thema.

Für unser berufliches Umfeld bedeutet das: einmalige Anmeldung (single-signon) und unlimitierter Programm- und Datenzugriff (auf blade center), egal ob lokal, zuhaus oder mobil. Und damit gehört für jedermann die Nutzung der Virtualisierung von Hard- und Software untrennbar dazu. Keinen Anwender interessiert tatsächlich in welchem Betriebssystem oder auf welcher Hardware seine Anwendungen laufen. Mehr noch: er wünscht sich gleiche Bedienung unter einheitlicher Start-Oberfläche. Nach dem Motto: „die IT-Welt ist kompliziert genug, geht es nicht noch einfacher?“. Klar ist: es besteht ein Unterschied zwischen IT- und Informations-Sicherheit; beides wird durch Virtualisierung perfekt unterstützt. Bei zusätzlich unglaublich günstigen Komplexitätskosten (Wartung, Lizenzen).

Seamless Computing funktioniert immer dann perfekt, wenn eine Client-Server-Umgebung vorliegt und nur mit Einschränkungen im Fall von „persönlichen Computern“ – den PCs.

Es geht eben nur: zentrale Distribution mit dezentraler Nutzung, nicht umgekehrt.

Angefangen hat der Siegeszug des seamless computing mit freien Linux Clients, die u.a. im Compliance Audit auch von Wirtschaftsprüfern empfohlen werden. Abgelöst haben sie den persönlichen Arbeitsplatzdrucker zugunsten von Teamlösungen – als Hardware und auch in der Software. Es ist dadurch möglich den gesamten Datenbestand von Unternehmen, auch mit seinem Niederlassungen, tagtäglich zu sichern rsp. Updates tagesaktuell auszurollen.

Eine besondere Rolle spielen native und Browser-basierte Apps. Mit ihnen lassen sich Rollen- und Regelbasierte Umgebungen auf Datenbanken abbilden. Und zwar genauso am Arbeitsplatz, wie im Aussendienst.

Apps haben gleichsam das Potenzial Mitarbeiter in der Fertigung mittels Industrie4.0 nahtlos/seamless einzubinden. Diese kennen die interaktiven Oberflächen vom TV-Gerät oder der Laser-Anlagen-Bedienpulte. Anwendungsangst und Schulungsaufwand gegen Null. Mit mobilen Pads in der Produktion zieht ebenfalls ein neuer Umgang auf: „Informationen sind nicht mehr nur für Entscheidungsträger“. Open Innovation, Kaizen, betriebliche Weiterbildung und Vorschlagswesen kann erst durch sie erblühen.

Möglicherweise ist seamless computing DAS Bindeglied im Mensch-Maschine-Dialog hin zum partizipativen und kollaborativen Makers Ansatz.

Andere Namen für seamless computing sind u.a. Google Apps for Business und Cloud Computing nach dem EVA-Prinzip.

Durch den Genossenschafts-Ansatz, dass alle die gemeinsame Umgebung und die gleiche Programm-Version nutzen, ist seamless computing unschlagbar günstig und Lizenzkostenfrei.

Im geschäftlichen Einsatz sprach man hier von Middleware, zu Zeiten als Nahtstellen-Kompatibilität und Plattform-übergreifende Datennutzung noch unvorstellbar schien. Unter diesen Aspekten wird ein Rückbau von Sonderlösungen in Unternehmen stattfinden und die Unterscheidung zwischen Intra- und Extranet, sowie Büro und zuhause verschwimmen. Was zu begrüssen ist, da auch hier die Fachkräfte zur Aufrechterhaltung von Sonderprogrammierungen fehlen.

Fazit: die Zukunft der Zusammenarbeit und Mediennutzung können wir uns heute schon bei Kindern abschauen. Sie leben seamless, tagtäglich vor!