Ladeverluste

Ehrlich gesagt: an meinen allerersten fahrbaren Untersatz kann ich mich nicht erinnern, ich war schlichtweg zu jung. Dafür habe ich all jene Autos vor Augen, die mein Leben nach der Führerscheinprüfung prägen sollten. Die Liste der Verbrenner, die ich als Jugendlicher toll fand, wird von meinen Kindern längst mit einem müden Lächeln quittiert. Wer heute ein E-Auto kauft, will damit auch Geld sparen und nicht im Auto-Quartett mit Zylindern trumpfen. Doch jetzt gilt es ein spezielles Elektrizitäts-Phänomen nicht zu vergessen: eine falsche Tankstrategie kann sonst teuer werden. Ich bin wieder völlig Feuer und Flamme oder genauer komplett elektrisiert und mir wird klar, der Verbrauch eines Verbrenners lässt sich relativ leicht ermitteln. Denn während an der Zapfzäule meist der gesammte Kraftstoff im Tank landet, geht beim Stromladen einiges an Energie verloren. Wer bewusst lädt, kann die Einbussen allerdings gering halten..... ganz vermeiden lassen sich Ladeverlust beim Elektroauto nicht. Der Strom aus der Steckdose kommt nie komplett in der Batterie an, sondern geht beispielsweise durch den elektrischen Widerstand in Kabeln und Leitungen als Wärme verloren. Die Faktoren, die dabei eine Rolle spielen, sind vielfältig: zu ihnen zählen etwa Kabeldurchmesser, die Temperatur, der Akkufüllstand oder die abgerufene Ladeleistung. Eine Schnellladung mit grosser Leistung über wenige Minuten beispielsweise ist in der Regel weniger effizient als das langsame Laden über mehrere Stunden. Auch der Lademodus spielt eine Rolle. An der Haushaltssteckdose etwa fallen in der Regel die höchere Verluste an, als an einer Wallbox.

Als Teenager tauchte ich mit Hilfe meiner Freunde in die Erwachsenen Welt der Motoren ein und begann mich für die deutschen Sportwagen, sowie Rennboliden zu begeistern. Die Exklusivität und Unerreichbarkeit der Marken stieg enorm. Ganz anders die heutige Demokratisierung als Mobilität für alle mit übergreifenden Baugruppen und absolut dezentem Auftreten. Weniger Gewicht, neue Materialien bedeutet mehr Agilität und dann fallen, je nach Ladesituation die Ladeverluste durchaus weniger ins Gewicht; sie liegen sonst bei bis zu 20 Prozent. Aus E-Autofahrersicht ist das zumindestens ärgerlich, muss der verlorene Strom doch in der Regel bezahlt werden, obwohl er nicht nutzbar ist. So weist beispielsweise der Smart EQ ForTwo den Normverbrauch mit 14,5 kWh aus, wenn dieser an einer 22 kW-Wallbox geladen wird. Stöpselt man das gleiche Modell an einer einfachen Haushaltssteckdose ein, steigt der angegebene Wert auf 20,1 kWh. Die Differenz von 5,6 kWh kosten bei üblichen Autostrompreisen knapp 1,70 Euro auf 100 Kilometer. Ich wundere mich heute noch, wie ich mein Hobby finanziert habe. Ich weiss nur noch, dass ich mein komplettes Taschengeld in Spritsäufer und Tuning steckte. Internet gab es in meiner Kindheit nicht, im Fernsehn liefen nur drei Programme: die Vielfalt und den Design Wettbewerb der asiatischen Autobauer konnte ich noch nicht erträumen. Mindestens diese Autohersteller arbeiten beim Stromverbrauch absolut transparent. Von deutschen Herstellern wird lediglich einer der Werte angegeben, in der Regel wohl der bessere. Wer die Autostromkosten trotzdem im Blick halten möchte, kann die Ladeverluste durch den Einbau eines Stromzählers an der heimischen Ladesäule ermitteln. Dieser gibt an, wie viel Strom tatsächlich aus der Leitung geflossen ist. Der Wert lässt sich dann mit den Angaben des Bordcomputers, der lediglich den im Auto verbrauchten Strom misst, in Beziehung setzen. So kann man nebenbei auch (s)ein detailliertes Verbrauchsprofil ermitteln, das auch bei der Wahl eines möglichst günstigen Stromtarifs hilft. Wer Ladeverluste nicht bezahlen möchte, kann auch öffentliche Ladepunbkte wählen, die häufig (noch) nicht nach verbrauchten Kilowattstunden, sondern nach Zeit oder über eine Pauschale abrechnen. Am besten ist ohnehin das Opportunity Charging.... an unseren Countdown Ladepunkten. Wir sind ein Full Service Provider im Bereich Elektromobilität und stehen für eine neue Generation intelligenter Ladelösungen.