Statussymbol

Was Deutschland zusammenhält, ist das Automobil und eine Nation, die (noch) nicht loskommt von einer alten Perspektive. Auf der linken Spur Dienstwagen, die in rasender Geschwindigkeit und mit drohend blinkender Lichthupe wie Geschosse über den Asphalt donnern. Demgegenüber gibt es In allen europäischen Ländern ein generelles Tempolimit. Deutschland hat das Auto erfunden, perfektioniert und sich emotional und ökonomisch davon abhängig gemacht. Neuwagen haben heute im Schnitt 150 PS, gegenüber 95 PS im Jahr 1995. Ginge es bloss darum, mit dem Auto einkaufen zu fahren, bräuchte man weder hohe Leistung noch ein Geländefahrwerk. Normalerweise denken wir, dass es vom Fahrer selbst abhängt, wie er fährt. Doch es ist längst nicht egal, in welchem Auto man(n) sitzt. Die Freiheit der Deutschen realisiert sich zukünftig nicht bei Tempo 200 auf der Autobahn, sondern in einer intelligenteren (intermodalen) Mobilität, in einer neuen Leichtigkeit des deutschen Fahrens.

juniorImmer mehr Menschen können sich heute vorstellen, auf andere Verkehrsmittel umzusteigen; der Anteil der Privatkäufer an den Neuzulassungen geht zurück. Der digitale Wandel verändert auch das Autofahren. Seit Jahren entwickelt sich das Automobil immer mehr zum rollenden Computer, mit über 100 vernetzten IT-Systemen und kilometerlangen Kabelsträngen, von der Motorsteuerung bis zum automatischen Einparksystem. Das Elektroauto steht nach Ansicht vieler vor dem Durchbruch; das autonome Auto, gesteuert von künstlicher Intelligenz statt vom menschlichen Fahrer, ist in greifbare Nähe gerückt. Eine Kombination dieser Technologien, zusammen mit Carsharing, könnte die Mobilität revolutionieren. Das selbstfahrende Auto würde nicht nur mehr Sicherheit bringen, sondern auch Zeitgewinn. Ein Fahrzeug ist hierzulande meist Stehzeug und PS-stark. Nahverkehr durch Dienstwagen-Privileg verkümmert; der Berufsverkehr nah am Herzinfakt. Der Boom beim Elektro-Dienstrad zeigt, was möglich ist, um unsere Umwelt und Geldbeutel zu schonen.

Bereits beim Bau des ersten Disney Parks in Los Angeles stand zukunftsfähige Mobilität in Form von Magnetschwebebahn und dem sogenannten People Mover im Fokus. Zu diesem Zeitpunkt jedoch mit Verbrennern realisiert. Das lag seinerzeit auch an den starken Promotoren des Parks: Goodyear und Ford. 2017 eröffnet der aktuellste Disney Park in Shanghai, einer Metropole mit schlimmster Luftverschmutzung als Folge von Industrie-Wachstum und ebenso ungebremster Verbrenner-Mobilität.

Das Technologie-Potenzial in Elektronik, Batterie- und alternativer Antriebstechnik, ist um Längen schneller und innovativer in diesem Teil Asiens. Das Tempo ist schlichtweg atemberaubend, durch Zukauf beispielsweise von Kuka Robotern! Ein weiterer Hotspot in Individual-Mobilität ist nicht Münster, sondern Kopenhagen als Vorzeigestadt der Radfahrer. Ähnlich wie in Amsterdam ist überall ein engmaschiges Auftank-Netz an Ladesäulen vorhanden. Nicht nur in Zentren, sondern auch im dörflichen Umfeld. Ganz anders in Deutschland, dort gibt es wenige Leuchtturm-Projekte entlang der Autobahn und kostspielige IT-Voraussetzungen, wie im Fall der Mautbrücken statt Vignetten.

Welche Geschäftsmodelle gibt es?
Mit der starken Dominanz von KFZ-Werkstätten, Tankstellen-Infrastruktur und Gebrauchtwagen-Markt hatte auch schon das Gas-betriebene Auto kaum eine Chance. Nur durch Newcomer, wie Tesla und viele Startups, sowie die grünen Energie-Ernten aus PV, Windkraft und Biomasse kommt enormer Schwung in Richtung nachhaltiger, ökologischer Mobilität.

Die neuen Geschäftsmodelle lauten Concierge Service, Shared Economy, Car Sharing und bei eCall Verpflichtung umfangreiche Geo-IP Vorschlagsdienste, zum Vorteil von Restaurants, Hotels und dem Einzelhandel. Auftanken ist zwischentanken: beim Diner, Friseur, Fitness-Studio, Bistro, Shopping und Kino….

Welche Infrastruktur wird benötigt?
Ähnlich dem Breitband-Internet-Ausbau gilt 50 MBit als perfekt; bei Elektromobilität gilt 50 kW als Schnell-Ladepunkt. Für diese Geschwindigkeit gilt das Hybrid-Modell aus Glasfaser und Kupfer als perfekt; bei Elektromobilität ist das AC-Laden mit Typ2-Stecker das Erfolgsmodell! Dieser Steckertyp wird von vielen Herstellern gebaut und ist nicht exklusiv. Beim 3-phasigen Schnell-Laden sind mit gleichlautender Anzahl an Wechselstrom-Invertern im jeweiligen Fahrzeug ebenfalls maximale Energieübertagung möglich! Zudem entstehen den Ladepunkt-Betreibern keinerlei monatliche Wartungs- und Servicekosten. Es besteht keine Verpflichtung ein festes Ladekabel zur Verfügung zu stellen, da dies der Elektromobilist ja mitbringt; in der jeweiligen Länge, um vorn oder hinten, rechts oder links am Fahrzeug anzudocken.

Wie cool wäre, diese Schnell-Ladung nicht nur für Hybrid- und Vollelektro-Autos, sondern auch für E-Bikes und die schnellen Pedelecs anzubieten! Welch ein Zusatznutzen und Pluspunkt beim abendlichen Ausgehen, chillen und Shopping! Dabei kann Lowtech statt Hightech zum Einsatz kommen, wenn die meisten Schnell-Ladestationen ohnehin auf Betriebshöfen, mit Privatstrassen und eben nicht mit öffentlichen Zugang aufgestellt sind. Ähnlich, wie dem Zuschuss zum Parkentgelt, will der Betreiber seine Kunden binden. Um Ausnutzen dieses Angebotes ausserhalb der Auftank-Zeit zu unterbinden, sind Zeitsteuerung- oder Countdown etabliert.

Was wird zur Umsetzung benötigt?
Es muss kein neuer Netzanschluss beantragt oder Trafostation, sowie Lastmanagement aufgebaut werden; eine übliche 400 Volt Kraftstrom-Kopplung reicht. Diese bedient, mit den eingebauten Schutzsicherungen und E-Bike Steckdose das Schnell-Laden für alle Arten der Mobilität. Ein enormer Image-Vorteil für Arbeitgeber, Autohändler, Event-Veranstalter und Institutionen. So funktioniert auch Freifunk….

Schritt-für-Schritt sind solche Typ2 Ladepunkte vernetzt und optional Smart Home fähig. Auch Schwarm-Apps kartographieren alle-miteinander-untereinander! Solche bereits verfügbaren Ladepunkte für den Aussenbereich sind modular später um RFID-Leser oder in Abrechnungs-Roaming-Dienste erweiterbar und in allen Aspekten zukunftsfähig und mitwachsend! Demnächst kann sich Disney dann in Deutschland etwas an-/abschauen!